Wenn Sie THCP-Gummibärchen in Frankreich kaufen oder konsumieren möchten, dann müssen Sie wissen: Die Lage ist nicht einfach. THCP ist kein normales THC, und Frankreich hat klare, aber komplizierte Regeln für neue Cannabinoide. Es gibt keine offizielle Liste, die THCP explizit verbietet - aber das bedeutet nicht, dass es erlaubt ist.
Was ist THCP überhaupt?
THCP, kurz für Delta-9-Tetrahydrocannabiphorol ist ein synthetisch hergestelltes Cannabinoid, das strukturell ähnlich wie THC ist, aber mit einer längeren Seitenkette. Diese Veränderung macht es bis zu 30-mal stärker als herkömmliches THC.. Es wurde 2019 von italienischen Forschern entdeckt, aber erst in den letzten Jahren in Gummibärchen, Ölen und Vape-Flüssigkeiten populär. Viele Hersteller werben damit, dass THCP eine intensivere Wirkung bietet - länger anhaltend, stärker, fast euphorisch.
Doch diese Stärke ist auch das Problem. In Frankreich wird nicht nur der Wirkstoff selbst geprüft, sondern auch die Art, wie er hergestellt wird. Wenn THCP aus Hanf extrahiert wird - und nicht synthetisch im Labor - dann liegt es in einer Grauzone. Aber selbst dann: Frankreich verbietet alle Cannabinoide, die nicht aus den genehmigten Teilen der Pflanze stammen.
Wie sieht das französische Gesetz aus?
Frankreich erlaubt nur Hanfprodukte, die 0,3 % THC enthalten - und das nur, wenn das THC aus den Samen oder Stängeln der Pflanze stammt. Blüten, Extrakte oder synthetisch veränderte Cannabinoide wie THCP, HHC oder CBDV fallen unter das Code de la santé publique und gelten als Betäubungsmittel.
Das ist kein neues Gesetz. Es wurde 2021 verschärft, nachdem die französische Gesundheitsbehörde ANSM die Agence nationale de sécurité du médicament et des produits de santé, die nationale Behörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte. mehrere Fälle von THCP-basierten Produkten untersucht hat. Die Behörde stellte fest: THCP hat keine medizinische Anwendung, aber eine hohe Abhängigkeitsgefahr. Seitdem werden alle THCP-Produkte als illegal eingestuft - unabhängig davon, ob sie als "CBD-Produkt" vermarktet werden.
Ein wichtiger Punkt: Frankreich erkennt keine "Hemp-Derivative"-Ausnahmen wie die USA. Selbst wenn ein THCP-Gummibärchen mit "100 % Hanf" beworben wird, ist das irreführend. Der Ursprung der Substanz zählt nicht - nur ihre chemische Struktur.
Was passiert, wenn man THCP-Gummibärchen in Frankreich besitzt?
Der Besitz von THCP-Gummibärchen ist kein Vergehen, das automatisch zu einem Gefängnis führt - aber es kann Konsequenzen haben.
- Bei kleineren Mengen (z. B. ein Pack mit 10 Gummibärchen) wird oft eine Geldstrafe von 150 bis 450 Euro verhängt.
- Wenn Sie mehr als 100 Gramm haben, kann die Polizei eine Untersuchung einleiten - und das wird zu einer Straftat mit möglicherweise bis zu 1 Jahr Haft.
- Importe aus dem Ausland werden von der Zollbehörde beschlagnahmt. Die Pakete werden nicht einfach zurückgeschickt - sie werden zerstört.
Es gibt keine offiziellen Statistiken über Verhaftungen wegen THCP - aber die Zahlen steigen. Laut einem Bericht der französischen Polizei aus 2025 wurden über 230 Fälle von THCP-Produkten im ganzen Land sichergestellt - ein Anstieg von 180 % gegenüber 2023.
Warum wird THCP trotzdem verkauft?
Weil es noch immer viele Lücken gibt. Viele Online-Shops verkaufen THCP-Gummibärchen mit Slogans wie "legal in EU" oder "nicht als Drogen klassifiziert". Das ist falsch. Frankreich ist kein EU-Land, das sich an die EU-Richtlinien für Hanf hält. Es hat seine eigenen Regeln - und sie sind strenger als in Deutschland, den Niederlanden oder Portugal.
Einige Händler nutzen die Verwirrung aus: Sie verpacken THCP als "Aromen" oder "Nahrungsergänzung". Aber die französische Behörde ANSM hat klargestellt: Solche Etikettierungen sind Täuschung. Der Verkauf solcher Produkte ist ein Verstoß gegen das Gesetz über den Schutz der Verbraucher.
Und es gibt noch einen Trick: Einige Anbieter liefern THCP aus Luxemburg oder Belgien, wo die Regeln lockerer sind. Aber das ändert nichts. Wenn das Produkt nach Frankreich kommt - und dort konsumiert wird - dann ist es illegal. Die Grenze ist kein Schutz.
Was ist mit CBD-Gummibärchen? Ist das anders?
Ja. CBD-Gummibärchen sind in Frankreich legal - aber nur unter strengen Bedingungen. Sie müssen:
- 0,3 % THC oder weniger enthalten
- Aus Hanfsamen oder -stängeln gewonnen sein
- Keine anderen Cannabinoide wie THCP, HHC oder CBC enthalten
- Eine Zertifizierung von einem französischen Labor vorweisen können
Viele Produkte, die als "CBD" vermarktet werden, enthalten doch THCP oder HHC. Die ANSM hat in 2024 über 70 % der getesteten "CBD"-Gummibärchen als illegal eingestuft - weil sie versteckte Cannabinoide enthielten. Wenn Sie ein Produkt kaufen, das "CBD + THCP" sagt - dann ist es illegal. Punkt.
Was können Sie tun, wenn Sie THCP-Gummibärchen haben?
Wenn Sie THCP-Gummibärchen besitzen - und Sie in Frankreich leben - gibt es drei Optionen:
- Nicht konsumieren. Lagern Sie sie sicher - aber vermeiden Sie jeglichen Gebrauch. Die Wirkung kann unvorhersehbar sein, besonders bei höheren Dosen.
- Entsorgen. Werfen Sie sie in den Hausmüll - nicht in den Recyclingcontainer. So vermeiden Sie, dass jemand anderes sie findet.
- Abgeben. Einige Apotheken und Gesundheitszentren nehmen illegale Cannabinoidprodukte an. Fragen Sie bei Ihrer örtlichen Apotheke nach - manche haben Sammelboxen für solche Produkte.
Es gibt keine offizielle Rücknahmestelle. Aber die Behörden ermutigen Bürger, solche Produkte nicht weiterzuverbreiten - und das ist der sicherste Weg.
Was ist mit Reisen nach Frankreich?
Wenn Sie aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Frankreich reisen - und THCP-Gummibärchen dabei haben - dann ist das Risiko hoch. Die Zollbehörden kontrollieren zunehmend Reisende, die Produkte mit Cannabinoiden transportieren. Es gibt keine Ausnahme für Touristen. Selbst wenn Sie es für medizinische Zwecke haben - Frankreich erkennt keine medizinische Nutzung von THCP an.
Das heißt: Keine Gummibärchen in der Handtasche. Keine Flaschen im Koffer. Nicht einmal ein einzelnes Stück. Es ist nicht wert, das Risiko einzugehen.
Fazit: THCP ist in Frankreich nicht legal - und wird es auch nicht werden
THCP ist kein Spielzeug. Es ist ein starkes, unreguliertes Cannabinoid - und Frankreich hat entschieden, dass es keinen Platz in der Gesellschaft hat. Auch wenn es in anderen Ländern legal ist - hier gilt ein anderes Gesetz. Die Regierung hat klargemacht: Keine Experimente mit neuen Cannabinoiden. Keine Grauzonen. Keine Ausnahmen.
Wenn Sie nach einer sicheren Alternative suchen - dann wählen Sie ein zertifiziertes CBD-Gummibärchen mit 0,3 % THC oder weniger. Prüfen Sie das Label. Suchen Sie nach dem Laborbericht. Und vermeiden Sie alles, was "THCP", "HHC" oder "synthetisches THC" sagt.
Frankreich ist kein Land, das auf Trends reagiert - es reagiert auf Risiken. Und THCP? Es zählt als Risiko. Punkt.
Ist THCP in Frankreich legal?
Nein, THCP ist in Frankreich nicht legal. Obwohl es nicht explizit im Gesetz aufgeführt ist, wird es von der französischen Gesundheitsbehörde ANSM als Betäubungsmittel eingestuft. Alle Produkte mit THCP - inklusive Gummibärchen - gelten als illegal, unabhängig von der Vermarktung als "CBD" oder "Hanfprodukt".
Was passiert, wenn ich THCP-Gummibärchen nach Frankreich bringe?
Wenn Sie THCP-Gummibärchen in Ihr Gepäck packen und nach Frankreich reisen, kann die Zollbehörde sie beschlagnahmen und zerstören. Bei größeren Mengen oder wiederholten Verstößen droht eine Geldstrafe oder sogar eine strafrechtliche Untersuchung. Es gibt keine Ausnahmen für Touristen oder medizinische Zwecke.
Kann ich THCP-Gummibärchen online aus dem Ausland bestellen?
Nein. Alle Pakete mit THCP, die nach Frankreich gesendet werden, werden von der Zollbehörde sichergestellt. Selbst wenn der Verkäufer behauptet, das Produkt sei "legal in der EU", ist das falsch. Frankreich hat eigene Gesetze - und THCP ist dort verboten. Die Pakete werden nicht zurückgeschickt - sie werden vernichtet.
Gibt es sichere Alternativen zu THCP-Gummibärchen in Frankreich?
Ja. Legal sind nur CBD-Gummibärchen, die 0,3 % THC oder weniger enthalten, aus Hanfsamen oder -stängeln hergestellt wurden und von einem französischen Labor zertifiziert sind. Achten Sie auf das Etikett und vermeiden Sie Produkte, die THCP, HHC oder andere synthetische Cannabinoide enthalten - selbst wenn sie als "CBD" bezeichnet werden.
Warum ist THCP stärker als THC?
THCP hat eine längere Seitenkette als THC, was es ermöglicht, sich stärker an die Cannabinoidrezeptoren im Gehirn zu binden. Studien zeigen, dass es bis zu 30-mal wirksamer sein kann. Das macht es nicht nur stärker - sondern auch gefährlicher, da die Wirkung schwer vorherzusagen ist und zu Unwohlsein, Angstzuständen oder Herzrasen führen kann.