HHC im Vergleich zu CBD: Was wirklich anders ist
31 Januar 2026 0 Kommentare Eveline Messerschmidt

HHC im Vergleich zu CBD: Was wirklich anders ist

Wenn du dich für HHC oder CBD entscheiden musst, bist du nicht allein. Tausende Menschen fragen sich jedes Jahr: Welches von beiden ist besser für mich? Beide kommen aus der Hanfpflanze, beide sind legal in vielen Ländern, und beide versprechen Entspannung - aber dahinter steckt viel mehr als nur eine Marketing-Story. HHC und CBD sind nicht einfach zwei Versionen des gleichen Dings. Sie wirken völlig anders auf deinen Körper, und das ist entscheidend, wenn du weißt, was du eigentlich brauchst.

Was ist HHC wirklich?

HHC steht für HHC Hydrogenated Hexahydrocannabinol, ein synthetisch verändertes Cannabinoid, das aus CBD oder THC hergestellt wird. Es wurde 1944 von einem Chemiker namens Roger Adams entwickelt, aber erst in den letzten Jahren durch moderne Laborverfahren wiederentdeckt. HHC ist nicht natürlich im Hanf vorhanden - es entsteht durch eine chemische Reaktion, bei der Wasserstoff an das THC-Molekül angefügt wird. Das macht es stabiler und langlebiger als normales THC.

Was das für dich bedeutet: HHC bindet sich an die CB1-Rezeptoren im Gehirn, genau wie THC. Das heißt, es kann eine leichte psychoaktive Wirkung haben - nicht so stark wie Delta-9-THC, aber deutlich spürbar. Viele Nutzer beschreiben es als eine klare, entspannte Hochstimmung, ohne Angst oder Paranoia. Es ist wie ein sanfterer, länger anhaltender THC-Effekt - ideal für Menschen, die etwas spüren wollen, aber nicht vollkommen aus dem Alltag aussteigen.

Was ist CBD?

CBD Cannabidiol ist ein natürlich vorkommendes Cannabinoid in der Hanfpflanze, das keine psychoaktive Wirkung hat. Es ist das am häufigsten erforschte Cannabinoid nach THC. CBD wirkt nicht auf die CB1-Rezeptoren im Gehirn, sondern beeinflusst andere Systeme - wie das Endocannabinoid-System, Serotoninrezeptoren und Entzündungswege. Das macht es zu einem der beliebtesten Stoffe für Menschen, die Stress abbauen, Schlaf verbessern oder Schmerzen lindern wollen - ohne jemals high zu werden.

Studien zeigen, dass CBD bei chronischen Schmerzen, Angststörungen und sogar Epilepsie helfen kann. Die WHO hat 2018 bestätigt, dass CBD sicher ist und kein Missbrauchspotenzial hat. In Deutschland und Österreich ist CBD in Lebensmitteln und als Öl erlaubt, solange der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. Du bekommst es als Tropfen, Kapseln, Cremes oder Gummibärchen - und du wirst es nicht bemerken, wenn du es nimmst. Das ist der große Unterschied zu HHC.

Wirkung: Spürst du etwas?

Das ist der Punkt, an dem die meisten Leute scheitern: Sie erwarten von CBD, dass es sie high macht. Und sie sind enttäuscht. Gleichzeitig erwarten sie von HHC, dass es wie ein Cannabis-Partyabend ist - und sind überrascht, wenn es nur leicht beruhigend wirkt.

  • CBD: Keine psychoaktive Wirkung. Du fühlst dich ruhiger, klarer, vielleicht etwas gelöster - aber du bist nicht high. Es hilft bei Schlafstörungen, Muskelverspannungen und Stress. Viele nehmen es morgens, um den Tag ruhiger zu beginnen.
  • HHC: Leichte bis mittlere psychoaktive Wirkung. Du spürst eine sanfte Euphorie, eine leichte Entspannung im Kopf, manchmal ein leichtes Kribbeln. Es ist nicht so intensiv wie THC, aber du merkst, dass etwas anders ist. Ideal für Abendspaziergänge, entspannte Musik oder nach einem anstrengenden Tag.

Ein Nutzer aus Linz, der beide ausprobiert hat, sagte: „CBD hat mir geholfen, besser zu schlafen. HHC hat mir geholfen, wieder zu fühlen - nicht nur zu überleben.“ Das ist der Kern: CBD ist für den Körper. HHC ist für die Stimmung.

Zwei Silhouetten mit unterschiedlichen Lichtern, CBD ruhig, HHC leicht leuchtend.

Legalität: Was ist erlaubt?

In Österreich ist CBD seit Jahren legal - solange es aus EU-zertifiziertem Hanf stammt und der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. HHC ist ein Graubereich. Es ist kein natürliches Cannabinoid, sondern ein synthetisch verändertes. In der EU gibt es keine klare Gesetzeslage für HHC - es fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz, weil es nicht aus THC hergestellt wird, sondern aus CBD. Aber das ändert sich schnell.

Einige Bundesländer in Deutschland haben HHC bereits verboten. In Österreich ist es aktuell (Stand Januar 2026) noch legal, aber die Behörden prüfen es intensiv. Du findest HHC-Gummis und HHC-Öle in Geschäften, aber die Hersteller warnen oft mit kleinen Schriftzügen: „Nicht für Personen unter 18.“ Und: „Nicht mit Alkohol mischen.“ Das ist kein Zufall. Es ist ein Hinweis darauf, dass die Wirkung real ist - und nicht ganz ungefährlich.

Verträglichkeit und Nebenwirkungen

CBD ist extrem gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen: trockener Mund, leichter Schwindel, manchmal Müdigkeit - besonders bei hohen Dosen. Es gibt keine bekannten tödlichen Überdosen. CBD interagiert mit einigen Medikamenten, besonders mit Blutverdünnern und Epilepsie-Medikamenten. Wenn du regelmäßig Pillen nimmst, sprich mit deinem Arzt.

HHC ist weniger erforscht, aber die ersten Berichte zeigen ähnliche Nebenwirkungen wie THC: trockener Mund, erhöhter Puls, leichte Benommenheit, manchmal leichte Angstgefühle bei empfindlichen Personen. Es gibt keine Langzeitstudien - weil es erst seit 2020 auf dem Markt ist. Wer HHC nimmt, nimmt ein Experiment ein. Du bist nicht nur ein Konsument - du bist Teil einer ersten Generation, die diese Substanz ausprobiert.

Preise und Verfügbarkeit

CBD-Öl in 10 ml mit 5 % Konzentration kostet zwischen 25 und 40 Euro. Du findest es in Apotheken, Drogerien und Online-Shops. HHC-Produkte sind teurer: Ein 10-ml-Öl mit 10 % HHC kostet 50 bis 70 Euro. Warum? Weil die Herstellung aufwendiger ist. Du brauchst Reinraum-Labore, spezielle Chemikalien und mehr Zeit. HHC-Gummis sind beliebt, weil sie leicht zu dosieren sind - aber auch hier: Achte auf die Zertifikate. Nicht jeder Hersteller testet seine Produkte auf Schwermetalle oder Lösungsmittelrückstände.

Ein Test von drei HHC-Ölen aus Salzburg im Dezember 2025 ergab: Nur eines von drei hatte die angegebene HHC-Konzentration. Zwei enthielten unerwartete Spuren von THC. Das ist kein Einzelfall. Wenn du HHC kaufst, verlasse dich nicht auf die Verpackung - verlange immer das Laborzertifikat.

Waage mit CBD und HHC-Symbolen: Blatt, Schlafmaske vs. Molekül, Sonnenuntergang.

Wofür wählst du was?

Wenn du willst, dass dein Körper sich beruhigt - ohne dass dein Kopf anders wird - nimm CBD. Es ist für Menschen, die mit Stress, Schmerzen oder Schlafproblemen leben. Es ist die sanfte, verlässliche Wahl.

Wenn du willst, dass dein Tag eine andere Farbe bekommt - leise, klar, aber spürbar - dann probiere HHC aus. Es ist für Menschen, die sich nicht mehr nur „normal“ fühlen wollen, sondern etwas sanft anderes. Es ist kein Rausch. Es ist eine Veränderung der Wahrnehmung.

Und wenn du unsicher bist? Fange mit CBD an. Wenn du merkst, dass du mehr brauchst - dann geh langsam zu HHC über. Und immer: Weniger ist mehr. Beginne mit der niedrigsten Dosis. Beobachte, wie dein Körper reagiert. Schreibe auf, was du fühlst. Das ist der einzige Weg, um wirklich zu wissen, was für dich passt.

Was ist mit anderen Cannabinoiden wie THCP?

THCP ist ein neuerer Stoff - viel stärker als THC. Es bindet 30-mal besser an die CB1-Rezeptoren. Das macht es extrem potent. HHC ist dagegen ein Mittelding: stärker als CBD, schwächer als THCP. Wenn du nach etwas Intensiverem suchst als HHC, könnte THCP eine Option sein - aber es ist noch weniger erforscht und noch weniger reguliert. Für Anfänger ist es zu riskant. Für erfahrene Nutzer ein Experiment. Für die meisten: unnötig.

Ist HHC legal in Österreich?

Ja, HHC ist aktuell (Stand Januar 2026) in Österreich legal, solange es nicht aus THC hergestellt wird, sondern aus CBD. Es fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Aber die Rechtslage ist unsicher - Behörden prüfen es intensiv. Verkauf und Konsum sind erlaubt, aber es könnte sich schnell ändern.

Kann ich HHC und CBD zusammen nehmen?

Ja, viele Menschen kombinieren beide. CBD kann die psychoaktive Wirkung von HHC abmildern und die Entspannung verstärken. Ein gängiges Verhältnis ist 1:2 (HHC:CBD). Aber fange mit kleinen Dosen an. Beobachte, wie dein Körper reagiert. Es gibt keine gefährliche Wechselwirkung, aber die Wirkung kann stärker werden, als du erwartest.

Wie lange hält die Wirkung von HHC an?

Die Wirkung von HHC hält in der Regel 4 bis 8 Stunden an - je nach Dosis und Körpergewicht. Bei Ölen beginnt sie nach 30-60 Minuten, bei Gummis nach 60-90 Minuten. Sie ist länger anhaltend als THC, weil das Molekül stabiler ist. Viele Nutzer berichten, dass sie am nächsten Tag noch entspannt sind - ohne Kater.

Wird HHC im Drogentest nachgewiesen?

Ja, das kann passieren. HHC wird in einigen Drogentests als THC-ähnlich erkannt, besonders in Urin-Tests. Es gibt keine spezifischen Tests für HHC, aber die Laborgeräte reagieren auf ähnliche Moleküle. Wenn du einen Drogentest machen musst - z. B. bei der Arbeit - solltest du HHC meiden. CBD hingegen führt normalerweise nicht zu positiven Ergebnissen, wenn der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt.

Was ist der beste Weg, HHC auszuprobieren?

Beginne mit einer niedrigen Dosis - 5 mg HHC pro Tag. Nimm es abends, wenn du zu Hause bist. Wähle ein Produkt mit Laborzertifikat. Beobachte deine Stimmung, deinen Schlaf und deine Konzentration über drei Tage. Notiere alles. Wenn du keine unangenehmen Effekte hast, kannst du die Dosis langsam erhöhen. Nie mehr als 15 mg pro Tag anfangs. Geduld ist wichtiger als Intensität.

Was kommt als Nächstes?

Die Cannabinoid-Welt verändert sich schnell. HHC ist nicht der letzte Schritt. THCP, Delta-8-THC, CBG - alle werden erforscht. Aber das Wichtigste ist nicht, welches Cannabinoid am neuesten ist. Es ist, welches zu dir passt. CBD ist die Basis. HHC ist die Option für mehr. Wähle bewusst. Nicht weil es trendy ist. Sondern weil es für dich funktioniert.