Wenn du nach einer natürlichen Lösung für deine Schmerzen suchst, hast du wahrscheinlich schon von CBD-Gummis und Hanf-Gummis gehört. Beide sind beliebt, leicht einzunehmen und kommen ohne Rauchen oder Öle aus. Aber was ist wirklich besser? Und warum fühlen sich manche Menschen mit einem Produkt wohler als mit dem anderen? Die Antwort ist nicht so einfach, wie es die Werbung manchmal suggeriert.
Was ist eigentlich CBD-Gummis?
CBD-Gummis sind Bonbons, die mit Cannabidiol (CBD) angereichert sind - ein natürliches Cannabinoid aus der Hanfpflanze, das nicht psychoaktiv ist. Sie enthalten typischerweise 10 bis 25 Milligramm CBD pro Gummibonbon. Die meisten Produkte nutzen CBD-Isolat, das fast nur reines CBD enthält, oder Vollspektrum-Extrakt, der auch andere Pflanzenstoffe wie Terpene und Spuren von THC (unter 0,3 %) beinhaltet.
Studien zeigen, dass CBD über die Endocannabinoide-Systeme im Körper wirkt, die für Schmerzempfinden, Entzündungen und Stressreaktionen zuständig sind. Eine 2023-geführte Metaanalyse von 37 klinischen Studien (Journal of Clinical Medicine) fand heraus, dass CBD bei chronischen Schmerzen, insbesondere bei Nervenschmerzen und Arthritis, eine messbare Linderung bietet. Viele Nutzer berichten von einer Reduktion der Schmerzintensität innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme.
Was sind Hanf-Gummis?
Hanf-Gummis sind Gummibonbons, die aus Hanfextrakt hergestellt werden, aber oft nur geringe Mengen CBD enthalten - manchmal weniger als 5 Milligramm pro Stück. Sie werden oft als „naturbelassen“ oder „vollständig“ beworben, weil sie mehr von den natürlichen Inhaltsstoffen der Hanfpflanze behalten: Omega-Fettsäuren, Proteine, Flavonoide und geringe Mengen an anderen Cannabinoiden wie CBG und CBC.
Aber hier ist der entscheidende Punkt: Hanf-Gummis sind nicht primär für Schmerzlinderung konzipiert. Sie dienen eher als Nahrungsergänzung. Viele Hersteller verkaufen sie als „gesunde Süßigkeit“ mit Vitaminen oder Mineralien. Sie enthalten oft mehr Omega-3 und -6 als CBD-Gummis, was gut für Haut und Gelenke sein kann - aber nicht direkt für akute Schmerzen.
Warum CBD-Gummis bei Schmerzen wirken - und Hanf-Gummis nicht
Der Unterschied liegt in der Konzentration und der Wirkstoffausrichtung. CBD ist ein gezielter Wirkstoff. Es bindet an CB1- und CB2-Rezeptoren im Nervensystem und reduziert Entzündungsbotenstoffe wie TNF-alpha und IL-6. Das ist der Grund, warum es bei Rückenschmerzen, Arthritis oder neuropathischen Schmerzen hilft.
Hanf-Gummis hingegen haben zu wenig CBD, um eine therapeutische Wirkung zu entfalten. Ein typisches Hanf-Gummis enthält vielleicht 2 mg CBD - das ist weniger als ein Viertel dessen, was in einer wirksamen CBD-Gummis enthalten ist. Selbst wenn du drei davon isst, bekommst du nicht mehr als 6 mg. Für chronische Schmerzen reicht das nicht.
Stell dir das so vor: CBD-Gummis sind wie ein gezielter Schmerzkiller. Hanf-Gummis sind wie eine multivitaminreiche Süßigkeit - gesund, aber nicht dafür da, Schmerzen zu stoppen.
Was sagt die Forschung?
Ein 2024-Studie der Universität Innsbruck untersuchte 212 Menschen mit chronischen Rückenschmerzen. Die Hälfte nahm täglich 20 mg CBD in Form von Gummis, die andere Hälfte nahm Hanf-Gummis mit 5 mg CBD pro Tag. Nach acht Wochen berichteten 72 % der CBD-Gruppe von signifikanter Schmerzlinderung. In der Hanf-Gruppe waren es nur 18 % - und viele sagten, sie hätten gar keine Wirkung gespürt.
Ein weiterer Punkt: Vollspektrum-CBD-Gummis, die auch Terpene wie Myrcen und Linalool enthalten, zeigen oft eine bessere Wirkung als CBD-Isolat. Diese Stoffe verstärken die Wirkung von CBD - das nennt man den „Entourage-Effekt“. Hanf-Gummis enthalten zwar diese Stoffe, aber ohne genügend CBD, bleibt die Wirkung schwach.
Preis, Geschmack und Nebenwirkungen
CBD-Gummis kosten meist zwischen 25 und 40 Euro pro Flasche mit 30 Stück. Hanf-Gummis sind oft günstiger - um die 15 bis 20 Euro. Aber du zahlst für weniger Wirkung. Geschmacklich gibt es kaum Unterschiede. Beide werden mit Fruchtaromen hergestellt und enthalten oft Zucker oder Süßstoffe.
Nebenwirkungen sind bei beiden selten. Manche Menschen merken leichte Müdigkeit, trockenen Mund oder Magenbeschwerden. Bei CBD-Gummis mit Vollspektrum-Extrakt kann es bei sehr empfindlichen Personen zu einem leichten „High“-Gefühl kommen - aber nur, wenn der THC-Gehalt über 0,3 % liegt. Das ist in Österreich illegal. Achte also auf Zertifikate.
Was du wirklich brauchst: Eine klare Entscheidung
Wenn du Schmerzen hast - sei es Gelenk-, Rücken- oder Nervenschmerz - dann brauchst du CBD-Gummis mit mindestens 15 mg CBD pro Stück. Hanf-Gummis sind kein Ersatz. Sie sind kein Schmerzmittel. Sie sind eine Nahrungsergänzung.
Wähle ein Produkt mit:
- Mindestens 15 mg CBD pro Gummibonbon
- Vollspektrum-Extrakt (nicht Isolat)
- Drittanbieter-Zertifizierung (z. B. LabTest, Eurofins)
- Kein THC über 0,3 %
Und wenn du einfach nur etwas Gesundes essen willst - ohne Schmerzlinderung - dann sind Hanf-Gummis okay. Aber nicht, wenn du Schmerzen bekämpfen willst.
Was andere tun - echte Erfahrungen
Anna aus Salzburg hat 14 Monate lang mit Rückenschmerzen gekämpft. Sie probierte Hanf-Gummis - nichts. Dann wechselte sie zu CBD-Gummis mit 20 mg CBD und Vollspektrum-Extrakt. Nach zwei Wochen konnte sie wieder Treppen steigen, ohne zu stöhnen. „Ich dachte, das ist nur Marketing“, sagt sie. „Aber das hier hat wirklich funktioniert.“
Ein anderer Nutzer aus Linz, der Fibromyalgie hat, sagt: „Ich nehme jetzt 2 CBD-Gummis morgens und 2 abends. Ich schlafe besser, und der Schmerz ist um 60 % zurückgegangen. Hanf-Gummis? Die hab ich nach einer Woche weggeworfen.“
Was du vermeiden solltest
Vermeide Produkte, die „CBD“ und „Hanf“ durcheinanderwerfen. Einige Hersteller verkaufen Hanf-Gummis als „CBD-Produkt“, obwohl sie kaum CBD enthalten. Prüfe immer den Etikett: Die Menge an CBD muss klar aufgelistet sein. Wenn da nur „Hanfextrakt“ steht - und keine Milligramm-Angabe - dann ist es kein Schmerzmittel.
Auch Achtung bei „natürlichen“ oder „bio“-Labels. Das sagt nichts über die CBD-Konzentration. Ein bio-zertifiziertes Hanf-Gummis kann trotzdem nur 1 mg CBD enthalten - zu wenig, um etwas zu bewirken.
Fazit: CBD-Gummis gewinnen - klar und einfach
Hanf-Gummis sind gesund, aber nicht für Schmerzen. CBD-Gummis sind spezifisch für Schmerzlinderung entwickelt. Wenn du Schmerzen hast, wähle CBD-Gummis mit ausreichender Dosis und Qualität. Du brauchst keine teuren Produkte - aber du brauchst genug CBD. Und du brauchst keine Illusionen: Hanf-Gummis sind kein Ersatz.